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Wireless News Aggregation

Friday — September 23, 2016 — Issue No. 725 — Reprint


Paging — Aktuell wie eh und je

23. September 2016

Political Correctness ist out, das hat der US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 eindrucksvoll bewiesen. Ganz in diesem Sinne möchte ich einige Worte über den Status von Paging verlieren, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Als Veteran der Paging-Industrie mit fast 50 Jahren Branchenerfahrung halte ich mich für qualifiziert genug, um die Fakten zu präsentieren.

Seit Jahren wird von Manchen behauptet, Paging sei am Ende und Pager werden durch Smartphones ersetzt, doch das stimmt einfach nicht. Heute werden Paging-Systeme verkauft, und jeden Monat kommen neue Pager auf den Markt. Vieles spricht dafür, neben Mobiltelefonen auch weiterhin Pager zu nutzen. Es stimmt, dass viele Leute für Nachrichten und weniger wichtige Mitteilungen Mobiltelefone nutzen, und meistens sind sie zufrieden – solange bis sie eine wichtige Mitteilung verpassen. Viele, die einmal einen flächendeckenden Ausfall des Mobilfunknetzes nicht nur aufgrund von terroristischen Anschlägen, Naturkatastrophen oder anderen Notfällen miterlebt haben, greifen wieder zum Pager, der sich über die Jahre bewährt hat.

Besonders für medizinisches Fachpersonal und Einsatzkräfte kann eine verpasste Meldung über Leben und Tod entscheiden. Der ursprüngliche Zweck von Pagern existiert noch heute: die schnelle und zuverlässige Benachrichtigung in Form von kurzen Meldungen mit einem Gerät, das nicht mit Spielen überladen ist und mit einem unverwechselbaren Ton die Dringlichkeit einer Mitteilung signalisiert.

Eine aktuelle Studie von HIMSS, die von TigerText beauftragt (lies: BEZAHLT) wurde, unternimmt wie andere branchenrelevante Forschung den Versuch, Paging durch die Behauptung in Verruf zu bringen, es sei zu teuer. 200 Krankenhäuser wurden im Rahmen der Studie untersucht. Es stellte sich heraus, dass 90 Prozent dieser Organisationen Pager nutzen. Wenn man nun bedenkt, dass es in den USA 5.627 Krankenhäuser gibt – und wenn diese Prozentangabe stimmt –, verwenden mindestens 5.064 Krankenhäuser Pager. Klingt das, als wäre Paging am Ende?

Laut Artikel wurden 200 Nutzer befragt. Die Ergebnisse dienen eindeutig dazu, Paging zu verunglimpfen, und werfen die Frage auf, warum HIMSS sich dazu entschieden hat, einen einzigen Anbieter (TigerText) zu repräsentieren und nicht die gesamte Paging-Community, die EBENFALLS an HIMSS-Konferenzen teilnimmt und dort ihre Produkte vorstellt und verkauft. Liegt da nicht die Annahme nahe, dass Umfrageergebnisse käuflich sind?

Smartphones sind äußerst praktisch für Messaging im Alltag und die Suche nach Informationen – keine Frage. Dieser Anwendungsbereich kann jedoch nicht mit der Bedeutung von Pagern für wichtige Mitteilungen verglichen werden. Bei der Auswahl einer mobilen Messaging-App für Ihr Smartphone sollten Sie deshalb in Betracht ziehen, die Dienste eines Anbieters für professionelles Messaging (Paging) in Anspruch zu nehmen. Diverse Paging-Dienstleister bieten mobile Textnachrichten-Apps an, und viele dieser Apps verfügen über essentielle Funktionen für zuverlässiges Messaging.

Viele Menschen, darunter auch medizinisches Fachpersonal, haben noch nie einen Pager benutzt und haben nicht die Absicht, das zu ändern – bis sie eine schlechte Erfahrung aufgrund von Netzausfällen oder Systemunterbrechungen machen, was bei Unwettern oder einem Funkzellenausfall praktisch unvermeidlich ist.

So nachvollziehbar das alles auch sein mag, die Debatte wird anhalten. Als Diskussionsgrundlage fassen wir deshalb noch einmal die wichtigsten Fakten zum Thema Pager zusammen.

Wer verwendet Pager? Ärzte, Krankenschwestern, Ersthelfer, Feuerwehrleute, Polizisten, Notfallteams von Energieanbietern, Energieverteilungssysteme, industrielle Alarmüberwachungssysteme, um nur ein paar zu nennen.

  • Viele Sicherheitsbehörden, Feuerwachen und Einsatzteams weltweit nutzen Pager für ihre wichtige Kommunikation, weil sie zuverlässig funktionieren.
  • In jüngsten Artikeln heißt es, dass sich etwa 85 Prozent der Krankenhäuser auf Pager verlassen. (Zeigt das nicht ihre Unentbehrlichkeit?)
  • Vor Kurzem erschien ein Artikel, in dem von einem Arzt berichtet wurde, der seit fast 20 Jahren täglich dringende Mitteilungen auf seinem Pager empfängt und diesen auch bis heute für das zuverlässigste Messaging-Gerät hält.
  • Entgegen ihrer Behauptungen wissen Journalisten und Anbieter mobiler Anwendungen oft nicht, wie viele Pager aktuell im Umlauf sind. Die wenigen Umfragen, die in einschlägigen Artikeln zitiert werden, sprechen manches Mal gegen Paging und werben fast immer für mobile Apps. (Das ist kein ernstzunehmender Journalismus.)
  • In einigen Artikeln wird behauptet, dass Nutzer von Pagern zu viele Nachrichten bekommen, was sie von der Arbeit abhält. Das hat jedoch nichts mit dem Pager zu tun. Auch wenn Sie stattdessen Ihr Handy verwenden würden, könnten Sie nicht alle Anrufe entgegennehmen.
  • Viele Anbieter mobiler Messaging-Apps werben für ihre Produkte und haben kein Interesse an schneller Patientenversorgung.
  • Viele Anbieter mobiler Messaging-Apps versuchen Krankenhausverwalter und CIOs1 davon zu überzeugen, dass Telefone kostengünstiger und effizienter sind als Pager. Das ist äußerst zweifelhaft. Doch auch wenn es so wäre – ist „Nutzerfreundlichkeit“ wirklich wichtiger als eine schnelle und zuverlässige Patientenversorgung? (Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, boykottiere ich Ihr Krankenhaus!)
  • Pager erfüllen einen Zweck, dem Mobiltelefon- und Smartphone-Technologien nicht gerecht werden.
  • Wichtige oder dringende Mitteilungen müssen zuverlässig übertragen werden, doch Mobilfunk- und WLAN-Netze werden bei Desastern, Naturkatastrophen und sogar technischen Problemen nutzlos.
  • Datenlecks gefährden Patienteninformationen. So meldeten 2012 zum Beispiel mehr als 90 Prozent der Krankenhäuser in den USA ein Datenleck, und 75 Prozent der Krankenhäuser schützen Geräte, über die auf Patientendaten zugegriffen werden kann, nicht ausreichend. Solche Verstöße gegen die Vorschriften des HIPAA2 können kostspielig sein. Paging-Systeme ermöglichen eine sichere Datenübertragung für Mitteilungen und eine Nachrichtenverschlüsselung auf dem Pager.

Wie viele Pager werden derzeit verwendet?

Ursprünglich nutzten Krankenhäuser und Organisationen für die öffentliche Sicherheit Paging nur in privaten Systemen3. Die Anzahl an aktiven Geräten in einem privaten System muss nicht offengelegt werden. Nur die Anbieter und Betreiber selbst hatten Kenntnis von der Menge der genutzten Pager.

Jahre später wurde Paging kommerziell, und auch Privatpersonen und Unternehmen nutzten die Technologie. Die Zahl der verwendeten Pager nahm dadurch rapide zu. Betreiber von kommerziellen Paging-Systemen mussten die Anzahl ihrer Geräte an die US-Kommunikationsbehörde FCC melden. Damit wurde die Größe des kommerziellen Marktes bekannt.

Paging wurde so erfolgreich, dass die Preise aufgrund von Mengenrabatten und dem Konkurrenzdruck so weit sanken, dass Betreiber privater Systeme zu kommerziellen Diensten wechselten und ihre privaten Systeme abschalteten, um Aufwand und Betriebskosten zu sparen. So wechselten zahlreiche Nutzer von privaten zu kommerziellen Systemen, wodurch die Pager-Nutzung transparenter wurde. Darüber hinaus warben Paging-Anbieter mit ihrem Marktanteil und ihrem Umsatzwachstum und gaben so einen noch besseren Überblick über die Größe des Marktes.

Als schließlich Mobiltelefone günstiger wurden und sich die Netzabdeckung enorm verbesserte, wechselten viele Paging-Nutzer zum Mobilfunk, um herauszufinden, welche Technologie für ihre spezifischen Anforderungen am besten geeignet war. Nachdem Mobilfunksysteme über Jahre immer weiter gewachsen waren, ging die Pager-Nutzung langsam zurück; meist bei denen, die nicht auf kritische Kommunikation angewiesen sind Doch aufgrund ihrer geringen Kosten waren sie weiterhin bei vielen beliebt.

Als zunehmend vom Rückgang der Pager-Nutzung berichtet wurde, war das jedoch nicht das Ende von Paging, wie viele annahmen. Nutzer stiegen einfach wieder auf private Systeme um. Und da nur kommerzielle Anbieter ihre Einheiten melden müssen, wurden Pager in privaten Systemen bei den Schätzungen der Anzahl der aktiven Pager nicht mehr berücksichtigt.

Heute gibt es nur noch ein einziges börsennotiertes Unternehmen, das seine aktiven Geräte meldet. Zwar geht die Zahl der genutzten Pager scheinbar jedes Jahr weiter zurück, doch einige Nutzer haben lediglich den Anbieter gewechselt oder sind auf private Systeme umgestiegen und nicht mehr sichtbar. Dadurch entsteht die Illusion, dass Paging abnimmt.

Im Zeitalter des Internets kann sich jeder „Journalist“ nennen und „Artikel“ veröffentlichen. Bei der Recherche nach Neuigkeiten und Informationen spielt die Quelle also eine entscheidende Rolle. Einige Quellen sind unglaubwürdig, und ihre Artikel sind lediglich schlecht verpackte Werbung, die von Unternehmen bezahlt wurde, um ihre eigenen Produkte bekannt zu machen.

Verlässliche Informationen liefert die Critical Messaging Association4 (CMA) in Amerika oder in Europa. Sie repräsentiert die Mehrzahl der Anbieter von Paging-Diensten, darunter kommerzielle und private sowie Regierungssysteme. Die Branchenverbände veranstalten Konferenzen in den USA und Europa, auf denen sie Erfahrungen und Ideen für neue und bessere Anwendungsmöglichkeiten der Paging-Technologie austauschen. Zu den Mitgliedern der CMA zählen führende Experten für Paging-Technologien und -Systeme. Teil der CMA ist ein Paging Technical Committee (PTC), das kontinuierlich neue Anforderungen und Verbesserungen vorstellt, um den Bedürfnissen der Nutzer-Community noch besser gerecht zu werden. Das PTC spricht auch mit Nutzern, um ihre tatsächlichen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen und Innovationen zu entwickeln. Ein Beispiel dafür, wie das PTC auf die Bedürfnisse von Endkunden eingeht, um den HIPAA und andere Sicherheitsrichtlinien einzuhalten, ist die Nachrichtenverschlüsselung beim Paging.

Diese Informationen spiegeln nicht nur meine Meinung wider. Im Folgenden finden Sie einige Aussagen, die ich in Bezug auf die Nutzung von Smartphones oder Pagern gehört oder gelesen habe:

Smartphones:

  • Einige Smartphone-Apps sind für normales Messaging gut geeignet, wurden aber noch nie in einem Notfall getestet. Wer ist verantwortlich, wenn sie versagen?
  • Anbieter mobiler Apps können keine zuverlässige Übertragung gewährleisten, da die Mitteilungen nicht über ihr eigenes Netzwerk verschickt werden.
  • Viele mobile Apps versenden Nachrichten als E-Mails, was bekanntlich zu Verzögerungen beim Empfangen und Versenden führt.
  • Es ist kein Geheimnis, dass Mobiltelefone im Inneren von Gebäuden weniger Empfang haben. Das gleiche gilt im Freien, wenn die Signale von großen Strukturen gestört werden.
  • Ebenso ist bekannt, dass Mobilfunknetze in Notfallsituationen deutlich unzuverlässiger sind.
  • Wenn Ihr Mobiltelefon kaputt geht, verlieren Sie alle Nachrichten. Das Telefon ist nicht einfach zu ersetzen, und Sie müssen alle Apps neu installieren.
  • Mobiltelefone müssen jeden Tag neu aufgeladen werden – bei intensiver Nutzung sogar mehrmals täglich.
  • Mobilfunkmasten verfügen nur über eine kurzfristige Notstromversorgung, die oft ausfällt, bevor ein Mast repariert werden kann.
  • Mobilfunksysteme nutzen eine große Anzahl an Sendern mit geringer Leistung auf relativ kleinem Raum. Bei Unwettern können also leicht mehrere Sender beschädigt werden.
  • Wenn Sie Ihr eigenes Mobiltelefon nutzen (BYOD5), können Sie für verpasste Mitteilungen zur Verantwortung gezogen werden.
  • Ihr privates Mobiltelefon ist anfällig für Viren und andere unerwünschte Anwendungen, die auf Ihre Daten zugreifen und beispielsweise Gesundheitsinformationen an Datenerhebungsdienste im Internet weitergeben.
  • Auch wenn Sie Ihr eigenes Mobiltelefon im privaten Netzwerk eines Krankenhauses sicher nutzen können, besteht kein ausreichender Schutz, wenn Sie bei Starbucks oder McDonald’s im Internet surfen.
  • Auf einigen Smartphones können Sie keine Nachrichten empfangen oder lesen, während Sie telefonieren. Sie erhalten Mitteilungen erst, nachdem Sie aufgelegt haben.
  • Auf den meisten Smartphones laufen mobile Apps im Hintergrund, damit sie Anrufe nicht unterbrechen und andere Apps nicht beeinträchtigen, die Ihr Anbieter für wichtiger hält als Ihre Nachrichten.
  • Musik-Player und Bluetooth-Soundsysteme im Auto können unter Umständen Warntöne blockieren.
  • Die Lautstärke eines Smartphones kann so weit reduziert werden, dass Alarmierungen nicht hörbar sind.
  • Benachrichtigungen für Apps können ausschaltet werden.
  • Upgrades von Betriebssystemen auf Geräten können die Funktionsfähigkeit von Apps beeinträchtigen.
  • Apple und Google warnen beide in ihren Entwicklervereinbarungen davor, ihre Dienste für die Notfallkommunikation zu nutzen.
  • Anbieter von Apps sind auf riesige Konzerne wie Apple, Google, AT&T und Verizon angewiesen, um Probleme zu beheben.
  • Es kann Tage dauern, ein verloren gegangenes oder gestohlenes iOS- oder Android-Gerät zu ersetzen.
  • In einer Umfrage von 2010 gaben 82 Prozent der Befragten an, Textnachrichten verpasst zu haben, die an ihr Mobiltelefon geschickt wurden. Berücksichtigt wurden nur Mitteilungen, von denen sie wissen, dass sie sie verpasst haben.
  • Nachrichten werden unter Umständen an den falschen Mobilfunkanbieter geschickt, wenn bei einem Anbieterwechsel die Rufnummer portiert wurde.
  • Bei der SMS-Zustellung6 zwischen Betreibern unterschiedlicher Netzwerke ist im schlechtesten Fall eine von 500 Textnachrichten verloren gegangen.
  • Bei fast allen Tier 1-Anbietern in den USA benötigt eine von 100 Nachrichten länger als eine Minute für die Zustellung.
  • Die beschränkten Kapazitäten von SMS-Aggregatoren können Verzögerungen zur Folge haben.
  • In einem überlasteten Netzwerk sind oft sowohl Sprach- als auch Datenkanäle beeinträchtigt. Wenn Sie keinen Anruf tätigen können oder Ihr Gespräch immer wieder abbricht, können Sie wahrscheinlich auch keine zuverlässige SMS-Verbindung oder andere internetbasierte Datenverbindung herstellen.
  • Bei der Überlastung von Netzwerken stufen Anbieter Sendebestätigungen von Nachrichten als nachrangig ein und löschen sie oft, um das Netzwerk zu entlasten.
  • In Mobilfunknetzen, die CDMA7, TDMA8 und GSM9 nutzen, können keine großen Mengen an Notfallmeldungen in kurzer Zeit übermittelt werden.
  • Mobilfunknetzwerke sind nicht dafür geeignet, im Notfall große Datenmengen zu übertragen.
  • Mobilfunknetzwerke laufen nicht über das Internet.
  • An bestimmten Orten können Nutzer nur schwer erreicht werden.
  • Der Absender einer Nachricht kann nicht authentifiziert werden, sodass leicht falsche Warnmeldungen verschickt werden können.
  • SMS ist kein Echtzeitdienst.
  • Die Zustellungsreihenfolge von Mitteilungen ist nicht immer vorhersehbar.
  • Der zusätzliche Textnachrichtenverkehr durch EAS10 von Drittanbietern verursacht Engpässe im Netzwerk und kann wichtige Informationen wie Notrufe von Ersthelfern oder Privatpersonen blockieren.
  • Funksignale können besonders innerhalb von Krankenhäusern schwach und unzuverlässig sein.
  • Handyakkus sind schneller leer als Pager-Batterien.
  • Eine anstrengende Nacht im Bereitschaftsdienst beansprucht den Akku und bietet kaum Gelegenheiten zum Aufladen.
  • Mobilfunknetze sind bei einer Naturkatastrophe anfälliger.
  • Die automatische Korrekturfunktion auf Smartphones kann zu fehlerhaften Nachrichten führen, was schwerwiegende Folgen für die medizinische Versorgung haben kann. Ein Verstoß kann ein Bußgeld von 50.000 US-Dollar nach sich ziehen. Mehrfache Verstöße können zu Bußgeldern in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar in einem Jahr führen.
  • Wichtige medizinische Meldungen werden mit privaten Nachrichten im Posteingang vermischt.
  • Apps für Textnachrichten können unter Umständen nicht in die zentrale Kontaktdatenbank des Krankenhauses integriert werden.
  • Ein Nutzer kann während eines Telefonats unter Umständen keine Textmitteilungen empfangen.

Pager:

  • Paging nutzt ein eigenes dediziertes Netzwerk und hat sich bei allen bekannten Katastrophen bewährt.
  • Paging bietet sowohl für die Datenübertragung als auch für den Funkverkehr eine Nachrichtenverschlüsselung.
  • Pager sind wartungsfreundlich und können leicht ersetzt werden, wenn sie verloren oder kaputt gehen.
  • Paging-Systeme können länger über eine Notstromversorgung aufrechterhalten werden. Sie funktionieren auch während einer Katastrophe oder eines Stromausfalls, wenn unter Umständen keine funktionierende Steckdose verfügbar ist, um ein Mobiltelefon aufzuladen.
  • Paging-Netzwerke verfügen über eine höhere Sendeleistung als Mobilfunknetze, sodass ihre Sender weiter auseinander liegen und weniger wahrscheinlich durch Unwetter beschädigt werden.
  • Pager-Meldungen werden gleichzeitig von mehreren Masten in einem bestimmten Gebiet gesendet. Wenn ein Sendemast ausfällt, können die meisten Bereiche durch das Signal eines benachbarten Mastes abgedeckt werden, sodass die Zuverlässigkeit weiterhin gewährleistet ist.
  • Paging-Signale können Gebäude besser durchdringen und nutzen Simulcast-Technologie11 zur Kombination verschiedener Signalarten für einen besseren Empfang.
  • Neben dem Versenden einzelner Mitteilungen können Paging-Systeme eine One-to-Many-Codiertechnik nutzen, mit der problemlos und schnell Gruppennachrichten an ausgewählte Pager verschickt werden können.12
  • Trotz ihrer angeblichen Unannehmlichkeiten bieten Pager viele Vorteile, die bei anderen Arten der Kommunikation fehlen.
  • Pager-Warnmeldungen können nicht einfach ignoriert werden. Darüber hinaus bietet Paging die Zuverlässigkeit, die bei der medizinischen Versorgung und in anderen wichtigen Kommunikationssystemen unerlässlich ist.
  • Der Paging-Anbieter oder Betreiber des privaten Systems verwendet sein eigenes Netzwerk und kann so in Notfällen eine bessere Reaktionszeit gewährleisten.
  • Beschädigte oder abhandengekommene Pager werden in der Regel binnen 24 Stunden ersetzt. Viele Anbieter können dies rund um die Uhr gewährleisten.
  • Pager-Batterien arbeiten auch bei intensiver Nutzung mehrere Wochen zuverlässig.
  • Paging-Betreiber stellen seit Jahrzehnten Dienste für wichtige Mitteilungen zur Verfügung.
  • Paging bietet umfassende Sicherheit und schützt die Privatsphäre besser als private Mobiltelefone.
  • Pager verwenden keine automatische Worterkennung oder Rechtschreibkorrektur, die auf Smartphones oft Wörter ändern.
  • Anrufe an Pager sind weniger zeitaufwendig und verzichten auf Ansagen wie „Drücken Sie die 1, um eine Nachricht zu hinterlassen; drücken Sie die 2, um unsere Faxnummer zu erfahren; drücken Sie die 3, um eine Wegbeschreibung zur Praxis zu erhalten …“.
  • Pager ermöglichen eine Nachrichtenverschlüsselung, die vom Krankenhaus kontrolliert werden kann.
  • Paging-Netzwerke wurden allein zu dem Zweck entwickelt, wichtige Nachrichten zu übermitteln.
  • Paging-Nutzer müssen wichtige Mitteilungen nicht aus der Flut an Nachrichten, E-Mails und Videoinhalten herausfiltern, die ein Smartphone empfängt.
  • Pager sind verglichen mit Smartphones kostengünstig.

Nicht jeder wird sich von diesen Informationen umstimmen lassen. Ich muss jedoch an den Lieblingsspruch eines Kollegen denken: „Du musst nicht meiner Meinung sein … Ich kann dich nicht dazu zwingen, recht zu haben!“

Jim Nelson


FUSSNOTEN:

1 Chief Information Officer (CIO), Chief Digital Information Officer (CDIO) oder Information Technology (IT) Director ist oft die Bezeichnung für die ranghöchste Führungskraft in einem Unternehmen, die für geschäftsrelevante Informationstechnologie und Computersysteme zuständig ist.

2 HIPAA Der Health Insurance Portability and Accountability Act der USA. Die HIPAA-Datenschutzbestimmung etabliert landesweite Standards, um Patientendaten und andere personenbezogene Gesundheitsdaten zu schützen. Sie gilt für Krankenversicherungen, Clearingstellen im Gesundheitswesen und alle Gesundheitsdienstleister, die bestimmte Transaktionen elektronisch ausführen. Die Bestimmung fordert angemessene Sicherheitsmaßnahmen, um die Vertraulichkeit personenbezogener Gesundheitsdaten zu wahren, und legt Grenzen und Bedingungen für die Nutzung und Offenlegung solcher Daten ohne die Einwilligung des Patienten fest.

3 Der Paging-Markt ist traditionell in zwei separate, aber sehr breite Segmente unterteilt: kommerzielles, Abonnenten-oder Anbieter-Paging und privates oder lokales Paging.

4 https://www.criticalmessagingassociation.org

5 BYOD Bring Your Own Device

6 Short Message Service (SMS) ist ein Textmitteilungsdienst für Telefon-, Web- oder mobile Kommunikationssysteme. Er verwendet standardisierte Kommunikationsprotokolle für den Austausch von Kurzmitteilungen über ein Festnetz-oder Mobilfunkgerät.

7 Code Division Multiple Access (CDMA) ist ein Mehrfachzugangsverfahren für verschiedene Funkkommunikationstechnologien.

8 Time Division Multiple Access (TDMA) ist ein Mehrfachzugangsverfahren für Netzwerke mit einem gemeinsamen Medium. Mehrere Nutzer teilen sich die gleiche Frequenz. Dazu wird das Signal in verschiedene Zeitslots unterteilt. Die Nutzer übertragen ihre Daten nacheinander in schneller Abfolge. Jeder nutzt dabei seinen eigenen Zeitslot.

9 GSM (Global System for Mobile Communications, früher Groupe Spécial Mobile) ist ein Standard für Mobiltelefone, der vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) für digitale Mobilfunknetze der zweiten Generation (2G) entwickelt wurde. Er wurde erstmals im Juli 1991 in Finnland implementiert. Seit 2014 ist er mit einem Marktanteil von über 90 Prozent der globale Standard für mobile Kommunikation und wird heute in mehr als 219 Ländern und Regionen genutzt.

10 Das Emergency Alert System (EAS) ist ein nationales öffentliches Warnsystem in den USA. Im Falle eines nationalen Notfalls müssen Sendeanstalten, Kabelfernsehsysteme, Kabel- und Drahtlosnetzwerke, Anbieter von Satellite Digital Audio Radio Services (SDARS) und Anbieter von Direct Broadcasting Satellite (DBS) dem Präsidenten Kommunikationsfunktionen zur Verfügung stellen, damit er zur amerikanischen Bevölkerung sprechen kann. Das System wird außerdem von bundesstaatlichen und lokalen Behörden genutzt, um im Notfall wichtige Informationen wie AMBER Alerts und Wetterinformationen für bestimmte Regionen bereitzustellen. (AMBER Alerts bilden ein Notfallsystem zur Verbreitung von Informationen über vermisste Personen (in der Regel Kinder) über den Rundfunk oder elektronische Straßenschilder.)

11 Dennis Cameron: „The Art And Science Of Simulcasting Redux“.

12 Brad Dye: „Why is paging the BEST technology to use when it is necessary to alert many people in a short time?“.


Weitere relevante Informationen und Quellen:

(Revision: November 8, 2016)

Source:

Jim Nelson, President & CEO
Prism-IPX Systems LLC
11175 Cicero Drive, Suite 120
Alpharetta GA 30022 USA

C: +1 678 643 6705
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